Ein Ring, sie zu binden. Von Ehe- und Verlobungsringen.

Schon die alten Ägypter kannten die Tradition des Eherings als Symbol für die Liebe und Verbindung zwischen Mann und Frau. Von daher scheint es ein wirklich treffender Zufall, daß sich in Leipzig das Trauringhaus direkt neben dem Ägyptischen Museum befindet. Ich will  mich heute aus erster Hand rund um das Thema „Eheringe“ informieren und bin dort am Augustusplatz mit Nicole Paßora verabredet, die als Inhaberin gemeinsam mit ihrem Team für Paare aus Leipzig und Umland eine gefragte Ring- und Gold-Expertin ist.

Wir treffen uns im Obergeschoß ihres Ladengeschäfts und haben einen verblüffenden Ausblick auf den Platz, der von Oper und Gewandhaus flankiert und  just mit Tonnen von Sand für das jährliche Beach-Volleyball-Turnier vorbereitet wird. Während unten im Laden die Ringe ausgestellt sind und die Paare am Computer ihr „Traummodell“ selbst zusammenstellen können, findet in der oberen Etage, wo wir nun sitzen, sonst die Beratung zum Goldkauf statt. 123Gold Trauringhaus und Goldhaus Paßora, das paßt – beständige Werte stünden bei beidem im Mittelpunkt, lächelt Frau Paßora, als ich nach der Verbindung der beiden Geschäftszweige frage.

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Zwei Punkte sind es, die mir nach unserem Gespräch besonders an dem Konzept von Nicole Paßora auffallen: Erstens die Möglichkeit, sich seinen Ring ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sei es Material, Stein oder nicht-Stein, Gestaltung oder Preis. Was mich zum zweiten Punkt führt: Angebote in allen Preisklassen und für jeden Geldbeutel. In den vergangenen Jahren sind es wieder vermehrt junge Paare, die sich trauen lassen (eine Beobachtung, die auch ich als Traurednerin gemacht habe), und da ist es dem Trauringhaus-Team wichtig, auch für diese Paare bezahlbare Angebote zu machen.

IMG_7003Links oder rechts?

„An welchem Finger tragen Ihre Paare denn den Ehering?“ möchte ich wissen. „In Deutschland ist es Tradition, ihn rechts zu tragen, wobei noch ungeklärt ist, warum wir uns da von vielen anderen europäischen Ländern so unterscheiden. Denn international wird der Ehering größtenteils links getragen, um möglichst nah am Herzen zu sein.“ Letztendlich gäbe es dafür aber natürlich keine feste Vorschrift, erlaubt sei, was gefällt – und was sich mit dem eigenen (Berufs)-Alltag am besten verbinden läßt.

IMG_7004Frau Paßora erklärt mir, daß seit einigen Jahren eine Tradition  auch bei uns auflebt, die aus Amerika kommt: Daß Ehering und der Verlobungsring als Vorsteckring gemeinsam am gleichen Finger getragen werden. Was sich jedoch (noch) nicht in Deutschland durchgesetzt hat, sei ein anderer amerikanischer Brauch, den fast jeder aus Hollywood-Filmen kennt: Der große, prachtvolle und beeindruckende Verlobungsring, den nur die Braut erhält und der in der Bedeutung, Aufmachung und im Preis höher steht als der Ehering. In Deutschland hingegen tragen beide Partner häufig einen eher schlichteren Verlobungsring und wechseln dann mit der Heirat zu aufwendigeren Eheringen, die sie gemeinsam ausgesucht oder sogar gestaltet haben.

Rückblick

Wie unterschiedlich und frei die Gepflogenheiten sind, fällt mir in diesem Moment ganz besonders auf: Ich selbst habe meinen späteren Ehering erst als Verlobungsring auf dem linken Ringfinger getragen und dann zur Hochzeit vor 16 Jahren auf den rechten Ringfinger gewechselt. Und ich hätte mir damals keine bessere Variante vorstellen können. Die Möglichkeit, sich auf Hochzeitsmessen zu informieren und beraten zu lassen, so wie es viele Paare heutzutage tun, gab es damals noch nicht.

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Nicole Paßora

Hochzeitsmesse im Trauringhaus

Doch auch da geht Frau Paßora ihren eigenen Weg: Zusätzlich zur Präsenz auf den großen Messen führt sie regelmäßig eigene kleine, feine Hochzeitsmessen in ihrem Laden durch. Lädt Partner und Dienstleister rund um das Thema Hochzeit mit ein, so daß die Paare, die sich von ihrem Team beraten lassen, am Ende des Tages vielleicht zusätzlich zu den Ringen auch noch gleich Kontakt bekommen zu einem Brautkleidausstatter, einem Fotographen, einer Hochzeitsband, einem Caterer, einer Kosmetikerin … Ich habe die Bilder der letzten Hochzeitsmesse auf Facebook gesehen, und kann daher bezeugen: Die Idee, in einem kleinen überschaubaren Rahmen all die wichtigen Anbieter zu treffe, die die eigene Hochzeit so wunderbar werden lassen, kommt bei den Paaren sehr gut an. (Die nächste Hochzeitsmesse im Trauringhaus findet übrigens am 15.9.2018 statt.)

Doch wo auch immer Ihr Eure Ringe kauft, ob im Trauringhaus oder bei einem der anderen zahlreichen Juweliere in Leipzig, und wie auch immer Ihr Euren Ring tragt, ob rechts, ob links, ob einfach, ob doppelt: Der Ring wird Euch ewig begleiten – und er wird schöner mit jedem Jahr! Paßt gut auf ihn auf! 🙂

Eure Maria

Wer mehr wissen möchte: Link Trauringhaus & Link Goldhaus


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Bilder: Maria S.

Kußbild: pexels.com

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